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ERP-Software – heute auch für den Mittelstand unverzichtbar

Allein im November 2016 Beschäftigten in Deutschland 955 Betriebe in der Autoindustrie mehr als 800.000 Personen – und erwirtschafteten einen Gesamtumsatz von mehr als 37 Milliarden Euro. Diese Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen für einen Wirtschaftsbereich beeindruckende Monatsergebnisse. Und auch in anderen Wirtschaftsbereichen wird Monat für Monat Ähnliches geleistet. Ohne eine detaillierte Planung – mithilfe moderner IT – wären Aufträge in vielen mittleren und großen Unternehmen wahrscheinlich nicht mehr zu stemmen. Selbst in kleineren Betrieben kann es sich heute kein Geschäftsführer leisten, Ressourcen und Manpower – durch Fehler in der Planung – zu verschwenden.

Bis zur Entwicklung der modernen Personal Computer (PC) mussten die gesamten Planungsprozesse von Hand abgewickelt werden. Heute übernimmt Software diese Aufgaben. Unter dem Begriff ERP-Software zusammengefasst, versteckt sich dahinter ein grundlegendes Konzept der ziel- und bedarfsgerechten Unternehmensführung. Was bedeutet ERP überhaupt? Und warum sind diese IT Lösungen in der Vergangenheit für die Unternehmen so wichtig geworden? Im Prinzip geht es bei ERP um Ressourcenplanung. Aufgrund branchenspezifischer Eigenheiten darf ERP aber nicht zu pauschal betrachtet werden.

Was ist eine ERP-Software?

Der Begriff ERP ist natürlich die Abkürzung für einen Begriff, dessen Wurzeln im englischen Sprachraum liegen. ERP steht für Enterprise-Resource-Planning. Frei übersetzt der Begriff: Unternehmensressourcen-Planung. Und in dieser Bezeichnung steckt bereits sehr viel dessen, was ERP bzw. ERP-Software ausmacht.

Es geht im Kern darum, alle im Unternehmen:

  • benötigten und
  • verfügbaren

Ressourcen zu verwalten. Dabei geht es nicht nur um Rohmaterialien oder Halbfertigteile. ERP erfasst alle Bereiche – wie:

  • Kapital
  • Personal
  • Betriebsmittel des AV
  • Hilfsstoffe usw.

Zielsetzung ist ein reibungsloser Ablauf der unternehmerischen Prozesse – und damit letztlich eine optimale Wertschöpfung innerhalb des Unternehmens.

Der Ansatz für eine ERP-Software kann sich auf verschiedene Dimensionen beziehen, etwa vom gesamtunternehmerischen Ansatz bis hinunter in einzelne Abteilungen. Aufgrund der Tatsache, dass die unterschiedlichen Branchen mit sehr verschiedenen Bedürfnissen und Rahmenbedingungen an die ERP-Software herantreten, unterscheiden sich die IT-Lösungen. Beispiel Maschinenbau versus Gesundheitswesen: Erstere Branche ist ein fertigendes Gewerbe, in dem die Materialplanung eine erhebliche Rolle spielt. Im Gesundheitswesen stehen Unternehmen vor ganz anderen Herausforderungen – etwa in Bezug auf die Personalverwaltung.

Welche Bausteine und Leistungsmerkmale sind besonders wichtig?

Wie bereits erkennbar, spielt ERP nicht nur allgemein eine besondere Rolle in den Wertschöpfungsprozessen der Unternehmen. Die Bedeutung des Enterprise-Resource-Planning entsteht auch durch die:

  • Skalierbarkeit
  • Modularität.

Letztere basiert auf den bereits genannten unterschiedlichen Bedürfnissen der Unternehmen. Diese sehen in Bezug auf Größe des Betriebs sowie der Branche teils so verschiedenen aus, dass fertige „Komplettpakete“ an den Ansprüchen der Nutzer vorbeigehen.

Daher hat sich für ERP-Systeme ein modularer Aufbau etabliert. Jedes Unternehmen kann – entsprechend der individuellen Bedürfnisse – einzelne Module in die Unternehmensressourcen-Planung einbinden. Zu den immer wieder nachgefragten Elementen gehören unter anderem:

  • Materialbeschaffung
  • Produktionsplanung
  • Personalwirtschaft

Beispiel Controlling: Dieses Modul ist heute oft erst ab einer gewissen Größe des Unternehmens wirklich unverzichtbar. Die Modularität hat aus Sicht der Betriebe einen weiteren Vorteil. ERP-Systeme kosten – über die erworbenen Lizenzen – Geld. Durch die flexiblen Gestaltungsspielräume kann ein Unternehmen Kosten für das System zielgerichtet steuern. Gleichzeitig ist an diesem Punkt zu prüfen, inwiefern – bei einem Unternehmen mit Tochtergesellschaften – das System mandantenfähig ist.

Hinweis: Ein bekanntes ERP-System ist SAP-Business-One, welches sich hoher Beliebtheit erfreut. Mit einem leistungsfähigen SAP-Business-One-Partner lässt sich die Software perfekt an die eigenen Bedürfnisse anpassen, um das eigene Unternehmen zielgerichtet zu steuern.

ERP: Von clientbasiert bis Open-Source-Lösung

Der Bedarf nach ERP-Systemen ist in vielen Unternehmen da. Allerdings sind die Investitionen ein Punkt, vor dem Betriebe im ersten Moment zurückschrecken. Heute lassen sich verschiedene Optionen realisieren. Klassische Herangehensweise sind clientbasierte Systeme, die direkt beim Nutzer installiert werden.

Inzwischen erkennen Unternehmen aber den Vorteil browserbasierte Systeme. Diese ermöglichen Kunden den Zugriff auf das System – etwa hinsichtlich der Aufgabe von Bestellungen. Auf diese Weise lassen sich Ressourcen im Unternehmen schonen. Ebenfalls in der Vergangenheit zunehmend in den Mittelpunkt rücken die Open-Source-Lösungen. Letztere erlauben eine freie Anpassung des Systems an die eigenen Wünsche. Parallel sind die Open-Source-Lösungen oft sogar kostenlos. Aber: Auf der anderen Seite fehlt natürlich der professionelle Support, den die professionell entwickelten Systeme beinhalten.

Fazit: ERP spielt eine immer stärkere Rolle

Unternehmen müssen sich im internationalen Wettbewerb behaupten. Dies gilt nicht nur für Konzerne. Mittelständler stehen heute ebenfalls im Wettbewerb – und müssen Ressourcen effizient und zielgerichtet einsetzen. Wie wichtig dieser Aspekt ist, zeigt zum Beispiel der Stellenwert, den der VDMA dem Thema ERP einräumt. Ressourcenplanung beschränkt sich aber nicht allein darauf, Rohstoffe und Personal zu planen. Es geht hier auch darum, Ressourcen sinnvoll einzusetzen – indem Kunden und Lieferanten in die Prozessarchitektur einbezogen werden. Dies kann zum Beispiel durch die Wahl des richtigen ERP-Systems realisiert werden. Im Normalfall bedürfen solche Systeme jedoch noch einer individuellen Anpassung, da fast jedes Unternehmen individuelle Strukturen aufweist, die entsprechend erfasst werden müssen. Gelingt dies, lassen sich unter dem Strich Ressourcen einsparen und in der Zukunft eine ausgefeilte Planung durchführen.

Kay Birkner

Kay Birkner ist der Gründer und Betreiber dieser Seite. Er hat eine langjährige Berufserfahrung im IT-Bereich und betreibt mehrere erfolgreiche Internetportale (WordPress & Joomla) über diese Themen.

Des Weiteren realisiert er gern neue Projekte, bietet Webhosting, Grafikdienstleistungen und Druckdienstleistungen an.
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