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Synology DiskStation DS918+ im Test

von Kay Birkner

Synology beschreibt die DiskStation DS918+ in sehr positiven Worten. Es handele sich um einen leistungsstarken und skalierbaren Hochgeschwindigkeits-Server-Speicher, heißt es beispielsweise. Der NAS sei so bestens geeignet, um UHD-Medieninhalte zu sichern und zu teilen. „Speziell entwickelt“ wurde diese Version der DiskStation für die Bedürfnisse von kleineren und mittleren Unternehmen, schildert Synology weiter. Wir haben den NAS getestet. Es gab tatsächlich viel Licht, aber auch ein paar Schatten.

Einfache Bedienung – auch für Anfänger
In der DiskStation DS918+ läuft das Synology-eigene Betriebssystem DSM (DiskStationManager). Es handelt sich um eine webbasierte Benutzeroberfläche, die leicht zu bedienen ist. Auch Einsteiger, die sich in der Welt der Technologie nicht heimisch fühlen, fällt die Benutzung leicht. Für einfache Abläufe ist DSM gut geeignet.

Anbindung ans Netzwerk und Festplattenkapazität: Die Stärke der DiskStation DS918+
Für die Anbindung ans Netzwerk kommt die DiskStation DS918+ mit zwei 1GbE LAN-Ports. Dies sollte in aller Regel genügen, zumal sich die Zahl der entsprechenden Anschlüsse über einen Adapter einfach erweitern lässt.

Die DiskStation DS918+ ist ein 4-Bay NAS. Zwei weitere Slots stehen für die flotten NVMe SSDs bereit. Sie können ausschließlich für den Lese- und Schreibcache genutzt werden und befinden sich unter der DS918+.

Die Schächte können mit 2,5 sowie 3,5 Zoll Festplatten / SSDs bestückt werden. Bei der Performance beträgt der verschlüsselte sequenzielle Durchsatz etwa 225 MB/s beim Lesen sowie ca. 220 MB/s beim Schreiben.

Über eine Expansionseinheit DX517 kann die DiskStation DS918+ auf bis zu neun Laufwerke erweitert werden. Wer flexiblen Speicher benötigt und beispielsweise davon ausgeht, dass dieser in Zukunft nochmals deutlich wachsen muss, macht mit dem NAS so einen guten Griff. Theoretisch kann der Speicher so auf 90TB ausgedehnt werden. Synology verkauft ihn ab Werk mit höchstens 40 TB.

Technische Ausstattung: Arbeitsspeicher ist erweiterbar
„Unter der Haube“ ist DiskStation DS918+ ab Werk kein Powerhouse. Der Arbeitsspeicher beträgt gerade einmal 4 GB DDR3L RAM. Dieser lässt sich allerdings problemlos auf 8 GB und durch ein zusätzliches Modul sogar auf 16 GB erweitern. Dadurch wird der NAS solide. In der Basis-Ausstattung reicht der Arbeitsspeicher jedoch beispielsweise für solche Nutzer nicht, die beispielsweise eine virtuelle Maschine (VM) betreiben möchten. In einem solchen Fall sollte man gleich an eine Aufrüstung denken.

Das Herz des NAS ist ein Intel Celeron J3455 Quadcore-Prozessor mit einer Taktgeschwindigkeit von 1,50 GHz pro Kern. Per Turbo lässt sich der Speed zwar für einen Kern auf bis zu 2,3 GHz erhöhen, doch ist das knapp für eine VM. Es handelt sich um keinen Hochleistungs-NAS für Windows VM Betrieb.

Fazit: Als einfacher Datenspeicher ausgezeichnet geeignet – für mehr wird es kritisch
Als Fazit lässt sich so festhalten: Die Synology DiskStation DS918+ ist als einfacher Datenspeicher hervorragend geeignet. Der NAS eignet sich auch gut für den Einsatz als Videoüberwachungsserver oder Speicherort für Fotos. Wer zentral unterschiedliche Dateien von großem Volumen sichern möchte und zugleich die Power von einer anderen Maschine nutzen kann, macht einen guten Griff.

Die NVMe SSDs als Cache werden diesbezüglich gute Dienste leisten. Wer allerdings mehr von dem NAS verlangt, eine VM oder Dockerapplikationen laufen lassen möchte, wird schnell an die Grenzen der Hardware stoßen.

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