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Cloud Computing und was man dazu wissen sollte

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Die Wolke (englisch: “Cloud”) steht bereits seit einiger Zeit als bildstarke Metapher für das Internet. Und da war es nur konsequent, die immer populärer und beliebter werdende “Vernetzung 2.0” auf den Namen “Cloud Computing” zu taufen. Das bedeutet ganz konkret, dass man benötigte Software oder großzügigen Speicherplatz nicht mehr in den eigenen vier Wänden – oder im eigenen Unternehmen – vorhalten und verwalten muss. Stattdessen zapft man einfach vorhandene Fremd-Ressourcen an, die von internetten IT-Dienstleistern gegen Gebühr zur Verfügung gestellt werden. Dieses Vorgehen ist natürlich ebenso intelligent wie effizient, kann aber auch recht riskant sein. Deshalb sollte man zum Thema Cloud Computing über jenes grundlegende Basiswissen verfügen, das hier und jetzt leicht verdaulich vermittelt werden soll.

 

Was bekommt man von Cloud Computing Anbietern?

 

Das wird zur Verfügung gestellt:

 

– Speicherkapazität in nahezu unbegrenzten Ausmaßen. Man muss nur sagen, wie viel Terabyte man braucht, und man bekommt sie.

 

– Rechenleistungen, von denen selbst die beste Workstation nur sehnsuchtsvoll träumen kann.

 

– Software, stets auf dem allerneuesten Stand.

 

Wie bezahlt man dafür?

 

Der Anbieter stellt jeden Monat eine Abrechnung zusammen, in der exakt aufgeführt ist, welche Leistungen in Anspruch genommen wurden, und welche Ressourcen verbraucht worden sind. Diese kostentransparente Rechnung ist dann, wie jede andere normale monatliche Rechnung auch, zu bezahlen.

 

Wer bietet Cloud Computing an?

 

Zu dieser Frage liefert eine Google-Suche mit den Suchstichworten “Cloud Computing Anbieter” derzeit ungefähr 8.240.000 Ergebnisse in 0,20 Sekunden. Auf dieser Ergebnisliste finden sich dann beispielsweise die aktuellen Markführer Amazon Webservices (AWS), Pironet NDH AG, IBM CloudBurst oder Force.com Cloud Computing. Natürlich kann man auch in seriösen Computerzeitschriften nach fundierten Anbieterempfehlungen suchen. Übrigens: Kundenorientierte Anbieter bieten selbstverständlich nicht nur das Cloud Computing als solches, sondern auch die technische Einrichtung an. Sollte dies nicht der Fall sein, so muss gegebenenfalls ein externer IT-Dienstleister als Admin mit ins umwölkte Boot geholt werden.

 

Was sind die Pluspunkte des Cloud Computing?

 

Weil man in Sachen Rechner und Software keine eigenen Anschaffungen tätigen muss, können sowohl das Kapital als auch die spezifischen IT-Bedürfnisse flexibel bleiben. Man spart also jede Menge Geld und natürlich auch Stellfläche; ein besonders großer Vorteil für beengte räumliche Verhältnisse und gedeckelte Budgets. Dazu kommt, dass man am Ende des Monats nur das bezahlen muss, was man auch wirklich benutzt hat. Und nicht das, was man alles hätte nutzen können. Zu dieser vollen Kostenkontrolle gesellt sich auch noch der Vorteil, stets die aktuellsten Softwareversionen und immer den neuesten technischen Standard zur Verfügung zu haben.

 

Und die Nachteile?

 

Mit Cloud Computing begibt man sich in eine Abhängigkeit vom Anbieter. Das bedeutet: Auf die Systemsicherheit sowie die fachkundige Wartung der Rechner und Verwaltung der Software hat man selbst keinerlei Einfluss mehr. Da heißt es: Großes Vertrauen haben. Auch deshalb, weil man ja sensible Daten und wertvolle, vielleicht sogar geheime Geschäftsinformationen in die Wolke schickt. Wenn der Anbieter dann zum Opfer eines heimtückischen Hacker-Angriffs wird, oder wenn er es von vornherein selbst mit dem Thema IT-Sicherheit nicht übermäßig genau nimmt, dann können schon mal delikate Geschäftsgeheimnisse flöten gehen, oder gesammelte Datenbestände im elektronischen Nirwana verschwinden. Dagegen gibt es leider keine 100%ige Versicherung.

 

Fazit

 

Sowohl für private Anwender als auch für Unternehmer kann das Cloud Computing eine attraktive und lukrative Alternative zum eigenen Rechenzentrum darstellen. Vor allem der dadurch mögliche Zugang zu modernen Hochgeschwindigkeitsrechnern und brandneuer Software kann verlockend sein, wenn man selbst das nötige Kleingeld für solche Investitionen nicht lockermachen mag. Doch ob sich der Griff nach der Wolke im Einzelfall wirklich bezahlt macht, kann meist nur in einem ausführlichen Beratungsgespräch befriedigend geklärt werden.

 

Und noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Das Googeln nach “Cloud Computing kostenlos” lohnt sich für alle, die möglichst viel Leistung für möglichst freien Eintritt wollen. Denn auch dafür gibt es eine erfreulich große (und vor allem großzügige) IT-Anbietergemeinde.

Kay Birkner

Kay Birkner ist der Gründer und Betreiber dieser Seite. Er hat eine langjährige Berufserfahrung im IT-Bereich und betreibt mehrere erfolgreiche Internetportale (WordPress & Joomla) über diese Themen.

Des Weiteren realisiert er gern neue Projekte, bietet Webhosting, Grafikdienstleistungen und Druckdienstleistungen an.
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